Im Sonnenschein, im ruhigen Park, die Vögel zwitschern … ja, so hatte ich mir das vorgestellt.
Bei meiner zweiten Taichi-Unterrichtsstunde sind wir in den Goßlers Park gegangen. So bekommt man tatsächlich eine bessere Vorstellung davon, weshalb so viele Menschen (besonders Chinesen) diese Sportart ausüben … unter freiem Himmel. Die Energie fliesst und umschliesst Körper und Geist.
Nun, genug der schönen Worte. Kommen wir zum Ernst des Lebens, ähm, des Tai Chi Lernens. Kommen wir zum Erlernen der “Form”, wie der Taichiler sagt. Ich tue mich etwas schwer damit, den Vorsprung der anderen Kursteilnehmer auszugleichen. Wenn die anderen, ohne groß nachzudenken, die bereits mehrfach geübten ersten Figuren vorzeigen, um dann im Anschluß das neu Erlernte zu erproben, ist mein Kopf mit den ersten Figuren beschäftigt und kann nicht die kurz zuvor neu hinzugekommenen Figuren anfügen. Schon gar nicht, wenn alles in dem kollektiven Tempo der Gruppe geschehen soll. Ich bin nämlich leider zu schnell … ja, ja, meine Ungeduld halt.
Aber gut, ich bin ja ein blutiger Anfänger und will mich nicht unnötig unter Druck setzen. Ich werde bis zur nächsten Woche brav zuhause üben und dann sehen wir weiter. Bis dahin wünsche ich allen einen schönen Fußballabend und möge die favorisierte Mannschaft jedes Einzelnen eine gute Leistung zeigen, so daß hinterher alle glücklich sein können.